Nityas Erwachen

Shri Ramana Maharshi

Patrycja Pruchniks erleben des Erwachens begann, als sie ‚zufällig‘ ein Bild von Shri Ramana Maharshi in dem Buch von Paul Brunton’s „A Search in Secret India“ sah.[1]
„Dieses Bild änderte mein Leben. Die Augen von Ramana Maharishi erinnerten mich an Ewige Freiheit.“[2]
„Es war wie ein Nachhause-Zurückkommen, ein Heimkommen zu etwas Gekannten… Es war eine Rückkehr zum Selbst, in den natürlichen Zustand… Ich kannte dieses Präsenz, dieses Gesicht und diese Augen. Es war wie Das unmittelbar werden. Alles andere verschwand buchstäblich. Und da war ein Durchbruch in einen Raum, der nicht einmal räumlich war. Irgendetwas darüber zu sagen, wäre schon zuviel. Ein Friede und eine Ruhe, so vollkommen . . . Ohne Erscheinungen. Ein Gefühl von Erfüllung ohne jemanden, der erfüllt worden wäre. Ohne Wissen. Ein totaler Stillstand. Sat-Chit-Ananda {Sein-Bewusstsein-Glückseligkeit“[3]
Patrycja beschreibt den Zustand, in dem sie war: „Kein Durst, kein Wunsch nach ‚mehr‘, stattdessen ist da vollkommene Erfülltheit und Friede. Dieser Friede, dieses Beruhigen des Geistes, ist höchste Freude.“[4]
Die feine Freude des bewussten Seins.
„Ich hatte das Gefühl, dass ich nichts darüber sagen konnte. Ich wusste nur wie ich darüber schweigen konnte.“[5] „Die einfachste Erklärung ist diese: Die ganze Struktur des Verstandes der sich mit sich selbst unterhält, hat sich aufgelöst.“[6]

[1] Nitya: The End of all Stories. Meditations. www.nityameditation.org S.20
[2] Ebenda S.7
[3] Ebenda S.21
[4] Ebenda S.44/45
[5] Ebenda S.47
[6] Ebenda S.44

Bewustsein

Mooji kam zufällig nach Polen, und nach dem Satsang in Krakau erlebte Patricia „Wellen von Glückseligkeit, Ekstase, und Liebe überfluteten“ sie die ganze Zeit.
Wenn ich in Samadhi fiel, begann die Atmung zu versiegen.[1]
„Erwachen ist kein Zustand, eher das Freisein von allen Zuständen. Es ist alles sein lassen wie es ist. Es ist das Wissen, dass damit Zustände erfahren werden können, es Etwas geben muss, das sie erlebt…“[2]
„Bewusstsein ist kein Zustand. Es macht alle Zustände möglich, es beinhaltet sie alle.“[3]
Kann irgendetwas, das wahrgenommen wird, ohne das Bewusstsein erfahren werden, das es erlebt? Alles, was geschieht, geschieht in ihm.[4]
„Ohne Bewusstsein wäre da nicht irgendetwas.“[5]
„Alles ist hier. Und dieses ‚Hier‘ ist alles, was ist.“[6]
„Während Mooji’s Satsang in London, am letzten Tag des Retreats, erschien eine spontane Klarheit, …mit der Feststellung: ‚Nichts ist jemals geschehen. … Nichts existierte jemals.‘“
Als sie das Mooji mitteilte, und sie danach einige Minuten in Stille saßen, sagte Mooji:

„Du hast erhalten, weswegen du gekommen bist.“[7]
 
[1] Ebenda S.47
[2] Ebenda S.51
[3] Ebenda S.54
[4] Ebenda S.56
[5] Ebenda S.51
[6] Ebenda S.44
[7] Ebenda S.51

Vom Erwachen zur spirituellen Lehrkraft

Auf die Frage, ob und wie das für jeden erlebt werden kann, lautet die Antwort:„Wir haben immer Zugang zu Dem, aber weil so nahe und einfach, ist es sehr leicht übersehen und ignoriert. Wir sind Das bereits.“
„Das Erkennen nichtgetrennten Gewahrseins ist die Basis aller Erfahrungen. Wir sind dieses natürliche Gewahrsein.“ Die wesentliche Frage ist: Was ist Das, was all diese Erfahrungen erlebt?[1]
„Was nimmt alle Erfahrungen wahr? Wo geschehen alle Ereignisse? Wer erkennt sie, was sieht? Alle Erfahrungen, Gedanken, Gefühle und Empfindungen…“ Was erlebt und erleuchtet sie?
Ist das, dessen ich mir bewusst bin, oder ist Bewusstsein, das wahre Ich?
Wird das erforscht, sollte nicht versucht werden, dies intellektuell, mit Hilfe gedanklicher Überlegungen zu beantworten. Gedanken sind Ereignisse, die in etwas geschehen, Das einfach ist.
Auf welcher beständigen Grundlage erscheinen alle Gedanken, Vorstellungen und Eindrücke und verschwinden wieder?[2]

Das, in dem alle Gedanken und Ereignisse in Erscheinung treten, ist unmittelbar, ohne über den Umweg gedanklicher Interpretation direkt zu erleben.
Was ist Das, in dem alle Phänomene erscheinen?

Wer oder was bin Ich?

[1] Ebenda S.26
[2] Ebenda S.27

Wer oder was bin Ich?

„Am besten ist in Stille mit dieser Frage zu verweilen. … Was ist während aller Erfahrungen präsent? … Du kannst es nicht finden, aber du kannst es auch nicht verlieren. Du kannst es durch denken nicht erkennen, aber es ermöglicht denken. Es ist nicht wahrnehmbar, aber was immer auch wahrgenommen wird, beruht darauf.
Es ist so nahe und JETZT gegenwärtig. Tatsächlich ist es näher als nahe, da da keine Getrenntheit ist.
Diese Essenz kann nicht wahrgenommen werden, ganz wie das Auge alles sehen kann, nur sich selbst nicht.[1]
„Indem wir uns die Frage stellen ‚Wer bin ich?‘ entsteht ein unmittelbarer Kontakt mit der absoluten Wirklichkeit, die wir sind.“[2]

„Das ist die Frage, die alles beendet.“[3]

Alles, was wahrgenommen wird, alle Gedanken, Gefühle, Empfindungen sind auf Basis von Gewahrsein erlebt. Alles geschieht in Gewahrsein. Alles ist Gewahrsein, das ich bin  

[1] Ebenda S.28
[2] Ebenda S.52
[3] Ebenda S.57

Die Suche nach dem Selbst

„Wie kannst du praktizieren was du bist?“[1]
„Versuche ich zu ruhen, werde ich ruheloser. Ruhe ist da, wenn ich zu versuchen aufhöre.“[2]
Der wesentliche Hinweis Nityas auf das Eigentliche lautet:
„Wenn ich versuche achtsam zu sein, ignoriere ich in der Tat Bewusstsein. Das Einzige, was zu tun ist, ist zu erkennen, was bereits… mühelos bewusst ist.“[3]
„Wenn du mit dem natürlichen Zustand verbunden bist, geht das Spiel weiter, aber du identifizierst dich nicht mehr damit.“[4]

„Die Menge an Leid, die wir erfahren, kann gemessen werden daran, wie sehr wir an unseren Überzeugungen hängen.“[5]

„Die Identifikation mit dem Körper war nicht völlig verschwunden.“[6]
„Ich begann andere Menschen zu spüren; ich wusste, worüber sie nachdachten, welchen Prozess sie durchlebten und in welchem Zustand sie waren.“[7]
Als Patrycja Pruchnik mit ihren beiden Kindern Indien und den Ramanashram in Tiruvannamalai besuchte, erlebte sie ihren ersten Satsang, mit Mooji[8], der irgendwie mit Shri Ramana Maharshi verbunden war.[9]
 [1] Ebenda S.81
[2] Ebenda S.87
[3] Ebenda S.74
[4] Ebenda S.49
[5] Ebenda S. 91
[6] Ebenda S. 23
[7] Ebenda S.47
[8] Ebenda S.37/38
[9] Ebenda S.39

Übertragung der Einsicht

Verbindung mit Shri Ramana Maharshi ist durch BabaJi zu Mooji gegeben. BabaJi hatte Visionen von Shri Krishna, und liebte es, mit ihm zu spielen. Er kam zu Shri Ramana Maharshi um ihn zu fragen, wie er diese beglückenden Visionen immer haben könne. BabaJi erfuhr in dem Moment das Große Erwachen, als der Weise ihm den Hinweis gab, dass alles Wahrgenommene vergänglich sei und ihn fragte, wer oder was es denn sei, was diese Visionen wahrnehme. BabaJi war Moojis spirituelle Lehrkraft.

Wieder zurück in Polen, begann Patrycja Mooji’s Satsangs zu hören und Eckart Tolle zu lesen.[1]

[1] Ebenda S.40

Die Aufgabe des Verstandes

Der Intellekt ist „eine unverzichtbare Gehirnfunktion, die natürlich und notwendig ist… Der Verstand hindert uns keineswegs, er ist ein wunderbares Werkzeug. … Es hat mir sehr viel geholfen, zu verstehen.“

„Der Intellekt stellt die Frage ‚Wer oder was bin ich?‘ … Es ist der Intellekt, der die Analyse unternimmt, … der eine Antwort sucht.“ Jedoch kann der Intellekt sie nicht finden, so wie eine Hand sich nicht selbst ergreifen kann. . . Deshalb muss sich der Intellekt hingeben, an die übergeordnete Tatsache der Existenz… und still werden… und dann – oops fällt etwas weg, etwas verschwindet… Oh… da ist jetzt ein unmittelbares Erkennen… unbeschreibbar… Weite, Licht und Freiheit… ein Empfinden des natürlichen Seins.

Der Verstand übernimmt nicht, gibt nicht seine Interpretation kund. Und doch hat der Verstand hier seine schöne und notwendige Aufgabe zu erfüllen.

„Erst nach dem Hören vieler Satsangs begann ich die Texte von Ramana und anderer Meister zu verstehen. Vorher war das ein intellektuelles Rätsel für mich. Satsang brachte Klarheit. Die Einfachheit faszinierte mich. Was ich innerlich fühlte und nicht beschreiben konnte, erklärte Satsang perfekt. Der Intellekt ist die Zuckerglasur auf dem Kuchen, und an einem gewissen Punkt Voraussetzung um den Weg zu tieferem Verständnis zu öffnen.“[1]

[1] Ebenda S.41

Müheloses Sein

Als Patrycja Pruchnik nach einiger Zeit Shri Ramana Maharshis Worte über das Erwachen las, sah sie, dass er das Selbe beschrieb.[1]
Die Wahrheit wissen zu wollen heißt mit sich selbst im Kriegszustand zu sein. Mich zu töten ist mich zu retten. Zu sterben ist frisch geboren zu sein.[2]
„Nicht ich bin es, was das Leben lebt; es ist das Leben, das mich lebt. Welches Bemühen muss ein Kind anwenden, um ein Kind zu sein, eine Pflanze um zu blühen, die Sonne um zu scheinen? Wo ist das Bemühen, damit atmen geschieht?“[3]
„Wissen oder nicht wissen, wollen oder nicht wollen, Du bist Das, was du nicht nicht sein kannst.“[4]

„Das Leben lebt mich in dieser Form.“

 
[1] Ebenda S.44
[2] Ebenda S.92
[3] Ebenda S.82
[4] Ebenda S.86

Alles Bewusstsein empfindungsfähiger Wesen umfassende Ethik

„Ich zeige nur anderen, was einst jemand mir gezeigt hat.“
„Worauf ich hinzuweisen versuche ist unberührbar, unerreichbar, kann nicht gewusst werden, so wie wir gewöhnlich Dinge wissen.“
„Alles, was geschieht, …geschieht in mir.“
„Doch bin ich durch nichts berührt. Und das ist’s warum, auf einem relativen Level zu sagen, wer du fühlst zu sein . . . befremdend klingt.“[1]

Ich bin allen Lehrern, die ich getroffen habe, so dankbar, für ihre Hinweise. „Und ich teile auch. In einem bestimmten Sinne ließe sich sagen, ich sei durch Selbst-Interesse motiviert…“, weil alles ein Teil von mir ist. Im Buddhismus wird folgender Schwur abgelegt: „Ich werde nicht ruhen, bis alle empfindsamen Wesen erwacht sind.“ Dieser Akt von Mitgefühl ist ein Akt von Mitgefühl sich selbst gegenüber. … Allumfassendes Mitgefühl ist gelebt.[2]
 

[1] Ebenda S.48
[2] Ebenda S.57